Kuba: CIA-Direktor zu Gesprächen in Havanna
Eine Delegation unter Leitung des Chefs des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, John Ratcliffe, ist mit ranghohen kubanischen Regierungsvertretern auf der sozialistisch regierten Karibikinsel zusammengekommen. "Auf Ersuchen der Regierung der Vereinigten Staaten" habe "die Führung der Revolution" dem Treffen mit Vertretern des Innenministeriums zugestimmt, erklärte die Regierung in Havanna am Donnerstag.
Das Treffen, das "in einem von komplexen bilateralen Beziehungen geprägten Kontext" stattgefunden habe, solle "zum politischen Dialog zwischen beiden Nationen beitragen", hieß es weiter.
US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag in seinem Onlinedienst Truth Social erklärt: "Kuba bittet um Hilfe, und wir werden reden!!!" Weitere Angaben zu den Gesprächen machte er nicht. Trump hatte immer wieder gesagt, die USA wollten Kuba "übernehmen". Das nährte auf der Insel Befürchtungen einer militärischen Intervention.
UN-Experten werfen den USA zudem vor, Kuba durch den Entzug venezolanischen Öls regelrecht "auszuhungern". Das US-Militär hatte im Januar den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gefangen genommen und in die USA gebracht. Anschließend sorgte Washington dafür, dass Venezuela als der bis dahin wichtigste Öllieferant Kubas seine Lieferungen an den Karibikstaat einstellte.
Kuba steckt in der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Sie ist durch Stromausfälle und rationiertes Benzin geprägt. Am Donnerstag hatte die Regierung mitgeteilt, die von Russland gelieferten Ölreserven seien nun "aufgebraucht". Die Stromversorgung brach erneut großflächig zusammen.
J.Arvidsson--StDgbl