Stockholms Dagblad - Ukraine, Russland und USA planen zweitägige Gespräche in Abu Dhabi

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Ukraine, Russland und USA planen zweitägige Gespräche in Abu Dhabi
Ukraine, Russland und USA planen zweitägige Gespräche in Abu Dhabi

Ukraine, Russland und USA planen zweitägige Gespräche in Abu Dhabi

Kiew/Washington (dpa) - Trotz tödlicher Angriffe und gegenseitiger Cyberattacken könnte es im zähen Ringen um ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine bald wieder etwas Bewegung geben. Vertreter aus Kiew, Moskau und Washington sollen sich kommende Woche für zweitägige Verhandlungen in Abu Dhabi treffen, wie der US-Sondergesandte Steve Witkoff auf der Plattform X mitteilte.

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Kiew/Washington (dpa) - Trotz tödlicher Angriffe und gegenseitiger Cyberattacken könnte es im zähen Ringen um ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine bald wieder etwas Bewegung geben. Vertreter aus Kiew, Moskau und Washington sollen sich kommende Woche für zweitägige Verhandlungen in Abu Dhabi treffen, wie der US-Sondergesandte Steve Witkoff auf der Plattform X mitteilte.

"Die Verhandlungen werden sich um Sicherheitsvereinbarungen für die Zeit nach dem Krieg, Deeskalation, humanitäre Hilfsmaßnahmen und die nächsten Schritte auf dem Weg zum Frieden drehen", erklärte Witkoff. Die Verhandlungen auf Arbeitsebene sollen nächste Woche Dienstag und Mittwoch in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate stattfinden.

In dem Format hatte es zuletzt im Februar in Genf Verhandlungen gegeben, davor zweimal in Abu Dhabi. Vor dem neuen Treffen sollen US-Gesandte diese Woche in Brüssel mit Vertretern europäischer Staaten, der Nato und der EU zusammenkommen.

Dabei soll es Witkoff nach um die Themen Sicherheitsgarantien für die Ukraine, Europas Sicherheitsordnung nach dem Krieg sowie um den Wiederaufbau gehen. Selenskyj warnt vor russischem Großangriff während US-Wahl

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte unterdessen, Russland plane Geheimdiensterkenntnissen nach während der Kongresswahl in den USA einen massiven Angriff unter anderem auf die Energieinfrastruktur seines Landes. Er erklärte auf der Plattform X, die Aufmerksamkeit der ganzen Welt werde sich auf die US-Wahlen konzentrieren, "und was in der Ukraine passiert, inklusive unserer Schwierigkeiten bei der Luftabwehr und mit Patriot-Raketen, wird nicht wahrgenommen".

In den USA finden heute die Kongresswahlen, die sogenannten Midterms, statt. Erste Ergebnisse werden in der Nacht auf Mittwoch (MEZ) erwartet.

Selenskyj forderte, die internationale Gemeinschaft müsse Russland klarmachen, dass Terror nicht akzeptiert werde. "Wir müssen einen solchen Druck auf Russland ausüben, dass es keine Alternative hat, als diesen Krieg zu beenden."

Mindestens 26 Tote bei Luftangriff nahe Saporischschja Bei einem russischen Luftangriff auf das ukrainische Dorf Komyschuwacha in der Region Saporischschja am Montag wurden mindestens 26 Menschen getötet.

Dieser "absolut schreckliche Angriff" sei bei der Ausgabe von humanitärer Hilfe in einer Schule geschehen, teilte Selenskyj mit. Es werde in den Trümmern nach weiteren Opfern gesucht, mindestens fünf Personen seien verletzt worden.

Laut örtlichen Behörden galten 27 Menschen noch als vermisst. Selenskyj erhob den Vorwurf eines gezielten Bombardements.

"Russland konnte nicht entgangen sein, dass die in Komyschuwacha verbliebenen Einwohner jede Woche eben dort humanitäre Hilfe erhalten." Selenskyj sprach von einem "hinterhältigen Terroranschlag".

Komyschuwacha befindet sich etwa 25 Kilometer östlich von Saporischschja und ist gut ein Dutzend Kilometer von der Frontlinie entfernt. Die Region ist seit Monaten immer wieder Ziel schwerer russischer Luftangriffe.

Selenskyj: Hacken russischer Warn-App war Gegenangriff Das Hacken des russischen Warnsystems vor Luftangriffen war nach Angaben Selenskyjs ein ukrainischer Gegenangriff mit gleicher Münze.

"Wir reagieren nur auf ihre Angriffe", sagte Selenskyj dem US-Sender PBS. "Sie haben unser System angegriffen.

Das war ein Cyberangriff", sagte er. Natürlich habe sich die Ukraine dagegen gewehrt.

Die Warn-Apps der beiden Kriegsparteien informieren ihre Bürger unter anderem über drohende Luftangriffe. Russland greife mit Cyberattacken immer wieder Ziele an, um der Zivilbevölkerung zu schaden, sagte Selenskyj weiter.

Am späten Sonntagabend war zunächst die ukrainische App "Air Alert" gehackt worden, woraufhin die Bürger unter anderem gefälschte Warnungen vor angeblichen Atomangriffen auf ihre Smartphones bekamen. Wenige Stunden später wurde am frühen Montagmorgen die App des russischen Zivilschutzes gehackt und versandte ebenfalls falsche Warnmeldungen.

2.800 Soldaten aus elf Ländern bei Ukraine-Übung in Polen In Polen werden ab Montag etwa 2.800 Soldaten aus elf Ländern am ersten Militärmanöver der "Koalition der Willigen" zur Unterstützung der Ukraine teilnehmen.

Dabei solle getestet werden, wie nach dem Ende des Kriegs ein dauerhafter Frieden gesichert werden könne, teilte das britische Verteidigungsministerium in der Nacht mit. Großbritannien werde dafür etwa 300 Militärangehörige und mehrere Kampfjets entsenden.

Großbritannien und Frankreich leiten die Übung, die bis zum 22. Das Manöver der Ukraine-Verbündeten war schon zuvor angekündigt worden, zunächst aber ohne genauere Details wie die Zahl der beteiligten Truppen.

Die Bundeswehr wird sich nach vorigen Angaben mit etwa zehn Stabsoffizieren, Tankflugzeugen und Logistik beteiligen. Putin zeigte sich nach Gespräch mit Witkoff bereit für Treffen

Kremlchef Wladimir Putin hatte sich im Oktober nach einem Gespräch mit Witkoff über ein Ende des Ukraine-Kriegs verhandlungsbereit gezeigt. "Wir haben vereinbart, dass wir bereit sind, unsere dreiseitigen Kontakte wieder aufzunehmen", sagte Putin angesichts frühere Gespräche.

Andeutungen aus dem Kreml hatten jüngst bereits nahegelegt, dass sich die Delegationen der drei Länder Mitte November in Abu Dhabi zu einer Fortsetzung ihrer Gespräche treffen würden. Die Ukraine wehrt sich seit über viereinhalb Jahren mit westlicher Unterstützung gegen den Angreifer Russland.

K.Bergqvist--StDgbl