Ceferin tritt zur Wiederwahl als UEFA-Chef an
Der Slowene Aleksander Ceferin will im kommenden Jahr für eine vierte und letzte Amtszeit als Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA) kandidieren. Wie der Verband am Donnerstag bestätigte, hat der 58-Jährige den Chefs der 55 UEFA-Mitgliedsverbände bei einem Treffen in Berlin mitgeteilt, dass er sich beim Kongress am 22. April 2027 in Astana/Kasachstan erneut zur Wahl stellen werde.
In den vergangenen Monaten hätten ihn die Verbände "einstimmig gebeten, seine ursprüngliche Entscheidung, nicht erneut zu kandidieren, zu überdenken. Ceferin ist diesem Wunsch nun nachgekommen", so die UEFA.
"Ich möchte den Nationalverbänden für ihr Vertrauen danken. Wir haben in den vergangenen Jahren außergewöhnliche Herausforderungen gemeistert – und zwar als geschlossenes Team", sagte Ceferin: "Es liegt noch wichtige Arbeit vor uns, weshalb ich ihrer Bitte entsprochen habe. Mein Ziel bleibt unverändert: den europäischen Fußball zu einen, unseren Sport zu stärken und die UEFA für die nächste Generation gut aufzustellen."
Ceferin hatte beim Kongress vor zwei Jahren in Paris angekündigt, von einer erneuten Kandidatur abzusehen. Vorausgegangen waren Diskussionen um eine Statutenänderung, durch die Ceferins erste Amtsperiode (2016 bis 2019) nach dem Rücktritt von Michel Platini nicht unter die Beschränkung von drei Amtszeiten fällt. Kritiker hatten befürchtet, dass Ceferin dadurch den Weg für eine vierte Amtszeit freimachen wolle. Die UEFA argumentierte, dass die Anpassung aus rechtlichen Gründen notwendig sei.
Im Vorjahr ließ sich Ceferin nach seiner Rückzugsankündigung bei der Versammlung in Belgrad bereits eine Tür offen. Er ist seit 2016 im Amt, öffentlich hat bisher kein anderer Funktionär Interesse am Posten an der Spitze der UEFA bekundet.
Ceferin führt im Machtkampf mit dem Weltverband und dessen Präsident Gianni Infantino die Opposition an, eine Kandidatur für das Präsidentenamt bei der FIFA schloss er unlängst aus. Beim Treffen der europäischen Verbände in Berlin wurde über das weitere Vorgehen inmitten der Krise im Weltfußball beraten.
M.Wallin--StDgbl