Bahnrad-WM: Teamsprinterinnen auf Medaillenkurs - Männer raus
Die deutschen Teamsprinterinnen haben sich zum Auftakt der Bahnrad-WM in Shanghai in Medaillenform präsentiert. In der Qualifikation rasten die Europameisterinnen Clara Schneider, Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch in 46,303 Sekunden auf Rang drei, Olympiasieger Großbritannien (45,842) und China (45,912) waren aber deutlich schneller. Die deutschen Männer sind dagegen bereits raus.
In der ersten Runde (ab 12.35 Uhr MESZ/Eurosport) treffen Schneider, Friedrich und Grabosch auf den überraschend schwach gestarteten Titelverteidiger. Die Niederländerinnen um Topfahrerin Hetty van de Wouw waren in der Qualifikation über sechs Zehntel langsamer als das deutsche Trio.
Im Teamsprint der Männer verpassten Henric Hackmann, Nik Schröter und Luca Spiegel die nächste Runde um 13 Hundertstel. Erstmals seit 2017 ist damit kein deutsches Trio unter den besten acht Nationen. Neben den niederländischen Topfavoriten (42,351) landeten unter anderem auch Trinidad und Tobago (42,917) und Tschechien (42,940) vor dem deutschen Team (42,953).
Der ambitionierte Frauen-Vierer legte in der Qualifikation die zweitbeste Zeit hin. Die Tokio-Olympiasiegerinnen Franziska Brauße, Lisa Klein und Mieke Kröger mussten sich gemeinsam mit Messane Bräutigam in 4:09,978 Minuten nur den Britinnen (4:08,055) geschlagen geben.
In der ersten Runde am Donnerstag trifft das Quartett des deutschen Verbandes German Cycling auf Titelverteidiger Italien (4:10,275). Der Gewinner des Duells fährt im Finale um Gold. Der deutsche Frauen-Vierer hatte bei der WM 2025 in Santiago de Chile Silber gewonnen und peilt erneut eine Medaille an.
Die Männer schafften ebenfalls den Sprung in die nächste Runde. Als Sechster der Qualifikation treffen Max-David Briese, Tim Torn Teutenberg, Moritz Binder und Benjamin Boos auf den Vorjahresdritten Neuseeland. In Chile hatte das junge deutsche Quartett mit Rang fünf für eine Überraschung gesorgt.
Die Teamsprinterinnen hatten in anderer Besetzung im letzten Jahr eine Medaille überraschend verpasst. Bei Olympia in Paris 2024 waren Grabosch und Friedrich mit Emma Hinze zu Silber gerast, davor zu vier WM-Titeln in Serie. In Shanghai fehlt Hinze, nach der Geburt ihres ersten Kindes stieg die wie Friedrich achtmalige Weltmeisterin erst im August ins Training ein. Zur Heim-EM 2027 in Berlin soll Hinze zurückkehren.
Die Wettbewerbe in China läuten zugleich den Beginn der Qualifikationsphase für die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles ein.
S.Bjorkman--StDgbl