Guterres beklagt "Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit" beim Schutz der Natur
Wenige Tage vor der UN-Biodiversitätskonferenz COP17 hat UN-Generalsekretär António Guterres die "Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit" beim Schutz der Natur beklagt. "Weniger als die Hälfte" der Staaten in der Welt liege bei den eigenen nationalen Zielen zur Biodiversität auf gutem Kurs, konstatierte Guterres am Donnerstag in Eriwan. In der armenischen Hauptstadt beginnt Anfang kommender Woche die COP17.
Weltweit hielten Staaten ihre Verpflichtungen zum Schutz von Meeres- und Landgebieten nicht ein, kritisierte der UN-Generalsekretär. Zudem würden vielerorts von Regierungen weiterhin Subventionen für naturschädliche Aktivitäten wie Bergbau vergeben.
"Diese schlechten Nachrichten bedeuten, dass der Krieg gegen die Natur noch nicht beendet ist", sagte Guterres. Es gebe weiterhin ein "dramatisches Zusammentreffen von drei globalen Krisen: der Klimakrise, der Krise des Verlusts an biologischer Vielfalt und der Krise der Umweltverschmutzung, welche allesamt eng miteinander verknüpft sind".
Die COP17 zur Artenvielfalt beginnt am Montag in Eriwan. An den bis zum 30. Oktober dauernden Verhandlungen nehmen Vertreter aus knapp 200 Ländern teil. Vor vier Jahren hatten sich fast alle Staaten der Welt eigentlich darauf geeinigt, bis 2030 insgesamt 30 Prozent der Erde unter Schutz zu stellen. Damit sollen Tiere und Pflanzen besser geschützt werden.
G.Svensson--StDgbl