Deutschland: Spritwut und das Wahljahr 2026
Der Krieg im Iran und die Eskalation im Golfraum sind für Deutschland längst nicht mehr nur eine außenpolitische Nachricht aus der Ferne. Sie schlagen mit voller Wucht im Alltag der Menschen auf – und zwar dort, wo viele ihre wirtschaftliche Realität am unmittelbarsten spüren: an der Zapfsäule. Sobald im Nahen Osten Fördermengen, Transportwege und Sicherheitslagen ins Rutschen geraten, springt der Ölpreis an, Händler kalkulieren Risikoaufschläge ein und am Ende landet die geopolitische Erschütterung im Geldbeutel der Autofahrer. Genau das geschieht derzeit. Was für Regierungen, Börsen und Rohstoffmärkte eine strategische Krise ist, wird für Pendler, Familien, Handwerker, Lieferdienste und kleine Betriebe binnen Stunden zur ganz konkreten Kostenfalle.Besonders explosiv ist dabei nicht nur die Höhe der Preisaufschläge, sondern deren Tempo. Noch vor wenigen Tagen bewegten sich die Kraftstoffpreise in Deutschland in einem Bereich, der für viele bereits teuer genug war. Dann aber setzte eine neue Dynamik ein: Binnen kürzester Zeit schossen Benzin- und Dieselpreise nach oben, Diesel sprang zeitweise sogar über die Marke von zwei Euro je Liter und lag phasenweise über dem Benzinpreis. Allein dieses Bild macht die Nervosität des Marktes sichtbar. Denn wenn Diesel – trotz niedrigerer Energiesteuer – auf einmal teurer wird als Super E10, dann zeigt das, wie stark Krisenangst, Knappheitserwartungen und Marktmechanismen die Preisbildung überlagern.Für Millionen Menschen ist das keine theoretische Debatte. Wer auf dem Land wohnt, im Schichtdienst arbeitet, Angehörige pflegt, zur Baustelle fährt, Waren ausliefert oder im Außendienst unterwegs ist, kann Mobilität nicht per Sonntagsrede ersetzen. In vielen Regionen Deutschlands ist das Auto keine bequeme Zusatzoption, sondern Voraussetzung für Arbeit, Versorgung und Alltag. Steigt der Literpreis dort in wenigen Tagen um zweistellige Cent-Beträge, frisst das nicht nur Kaufkraft auf, sondern schiebt sich direkt in Monatsbudgets hinein, die ohnehin schon unter Druck stehen. Wer dreimal pro Woche tanken muss, spürt den Unterschied nicht abstrakt, sondern als reale Zusatzbelastung. Und wer gewerblich fährt, reicht diese Kosten früher oder später weiter – an Kunden, an Verbraucher, an die gesamte Preiskette.
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SPD in Rheinland-Pfalz setzt ganz auf Schweitzer - AfD erhofft sich Rückenwind
Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg will die SPD im Nachbarland Rheinland-Pfalz bis zum Urnengang in zwei Wochen weiterhin ganz auf ihren Spitzenkandidaten Alexander Schweitzer setzen. Die Aufholjagd des Grünen-Kandidaten Cem Özdemir in Baden-Württemberg "zeigt deutlich - am Ende kommt es auf den richtigen Kandidaten an", erklärte der Generalsekretär der rheinland-pfälzischen SPD, Gregory Scholz, am Sonntag in Mainz.
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Oberbürgermeisterwahlen in Bayern: Stichwahl in den vier größten Städten
Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) muss in die Stichwahl. Bei der Kommunalwahl am Sonntag lag der Amtsinhaber kurz vor Auszählung aller Stimmbezirke mit 35,6 Prozent der Stimmen deutlich unter einer eigenen Mehrheit im ersten Wahlgang. Auf Platz zwei lag Dominik Krause von den Grünen, der mit 29,4 Prozent überraschend knapp hinter Reiter lag. CSU-Kandidat Clemens Baumgärtner lag kurz vor Auszählungsende bei 21,4 Prozent.
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Trump macht Chamenei-Nachfolge von seiner Zustimmung abhängig
Nach der Wahl eines neuen obersten Anführers im Iran hat US-Präsident Donald Trump dessen Schicksal von seiner Zustimmung abhängig gemacht. Wer auch immer Nachfolger des getöteten geistlichen Oberhaupts Ayatollah Ali Chamenei werde, brauche sein Einverständnis, sagte Trump am Sonntag dem Sender ABC News - andernfalls werde er sich "nicht lange halten".
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Hochrechnungen: Grüne gewinnen Landtagswahl in Baden-Württemberg knapp vor CDU
Jubelstimmung bei Grünen und AfD, ein Debakel für SPD und FDP: Die Grünen haben die Landtagswahl in Baden-Württemberg vom Sonntag den Hochrechnungen zufolge knapp vor der CDU gewonnen. Auf dem dritten Platz folgt die AfD, die im Vergleich zur vorherigen Wahl massive Gewinne verbucht. Die SPD rutscht auf ein historisches Tief und liegt knapp über der Fünfprozenthürde, FDP und Linke könnten den Landtagseinzug verpassen.
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Nach langer Überzahl: Werder siegt bei Union
Werder Bremen hat im Kampf um den Klassenerhalt den nächsten Befreiungsschlag gelandet und Union Berlin in den Abstiegsstrudel der Fußball-Bundesliga gezogen. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune verdiente sich zum Abschluss des 25. Spieltags nach über 75-minütiger Überzahl ein wichtiges 4:1 (2:1) in Berlin und verließ nach dem zweiten Sieg nacheinander den Relegationsplatz.
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Özdemir setzt auf weitere "Koalition auf Augenhöhe" mit CDU
Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir setzt nach seinem Wahlerfolg in Baden-Württemberg auf eine Fortsetzung des Regierungsbündnisses mit der CDU. Er hoffe darauf, "dass wir knapp vor den Kollegen von der CDU sind und dann die erfolgreiche Koalition der letzten zehn Jahre gemeinsam fortsetzen auf Augenhöhe", sagte Özdemir am Sonntagabend in der ARD.
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Iran droht mit Angriffen auf Ölanlagen am Golf
Die iranische Militärführung hat mit Angriffen auf Ölanlagen in der Golfregion gedroht, falls Israel weiterhin Energie-Infrastruktur im Iran ins Visier nimmt. Die Regierungen anderer mehrheitlich muslimischer Staaten in der Region müssten die USA und Israel "so schnell wie möglich" vor weiteren Angriffen warnen, erklärte das zentrale iranische Militärkommando am Sonntag dem Staatsfernsehen, nachdem Israel Öldepots in und nahe Teheran bombardiert hatte.
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Hochrechnungen: Grüne gewinnen Landtagswahl in Baden-Württemberg vor CDU
Die Grünen haben die Landtagswahl in Baden-Württemberg vom Sonntag ersten Hochrechnungen zufolge vor der CDU gewonnen. Auf dem dritten Platz folgt die AfD, die im Vergleich zur vorherigen Wahl massive Gewinne verbucht. Die SPD rutscht auf ein historisches Tief und liegt nur knapp über der Fünfprozenthürde, FDP und Linke müssen um den Landtagseinzug bangen.
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Özdemir froh über Wahlergebnis - aber noch zurückhaltend
Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir hat in einer ersten Stellungnahme seine Freude über den Erfolg bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg zum Ausdruck gebracht, sich aber zunächst zurückhaltend zu dem sich laut Hochrechnungen abzeichnenden Wahlsieg geäußert. "Es ist noch zu früh, um final etwas zu sagen", sagte Özdemir am Sonntagabend vor jubelnden Anhängerinnen und Anhängern. "Was wir aber schon wissen, darüber kann man sich freuen", fügte er hinzu.
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